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Ich war noch niemals in New York...

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New York 2011kann ich jetzt nicht mehr sagen. Denn 2011 hatte ich mir endlich diese Reise gegönnt. Ich hatte natürlich große Erwartungen an diesen einwöchigen Trip und manche wurden erfüllt, andere wieder nicht. Aber alles der Reihe nach.

Die Flüge waren gebucht (natürlich alles Business Class - man gönnt sich ja sonst nichts ;-)) und ich hatte mir fixe Punkte vorgenommen, die ich unbedingt abwickeln wollte. Beispielsweise Besuch der Freiheitsstatue, Besuch der Wall Street inklusive NYSE (New York Stock Exchange), Besuch eines Musicals am Broadway, Besuch eines Yankee Spieles und Besuch des Central Park. Auch ein Hotel hatte ich im vorhinein gebucht. Ein kleines Zimmer, da ich annahm sowieso nur zum Schlafen dort zu sein. Am 10. August war es dann soweit. Abflug Richtung New York via Düsseldorf (den Flughafen dort kenne ich aus der Vergangenheit ja wie meine Westentasche bzw. Anzugstasche).

Die Anreise

Der Hinflug war einfach genial. Nach der kurzen Anreise nach Düsseldorf ging es weiter mit einem richtig geräumigen Airbus. Während sich die Economy Passagiere nach hinten quälten, verstaute ich gemütlich mein Gepäck und genoss meinen Aperetif. Legte mich dann gemütlich in meinem geräumigen Sitz und genoss anschließend tolles Essen, tolle Getränke und coole Filme. Am Ende der Anreise war es irgendwie Schade, das der Flug schon vorbei war. Den hatte ich wirklich genossen.

Nach der etwas mühsamen Abwicklung der Einreisebehörde (Iris-Scan inklusive) schnappte ich mir ein Yellow-Cab und ab ging es zu meinem Hotel. Es hatte ungefähr 30°C, aber nach ca. 30 min. Fahrt war ich in meinem Hotel. Das Zimmer war wirklich klein, aber das störte mich nicht, denn es gab es in den nächsten Tagen viel zu erkunden.

Die ersten Tage

Innerhalb der ersten Tage hatte ich wirklich absolutes Traumwetter. Herrlicher Sonnenschein, tolle Temperaturen (immer um die 30°C) und ganz New York schien auf den Beinen zu sein. Schon vor der Abreise war mir natürlich klar, das man in New York (vor allem in Manhattan, wo ich mich ständig aufhielt) nicht mal kurz auf dem Gehsteig stehen bleibt, um sich gemütlich umzusehen. Nein, wenn man dort geht ist man quasi in einer Welle gefangen in der man mitschwimmt. Es gibt einen unaufhörlichen Strom von Menschen, bei dem man mitgezogen wird. Das ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, aber da ich sowieso ein eher bewegungsbedürftiger Mensch bin, ist das natürlich kein Thema für mich gewesen.

In den ersten Tagen war ich natürlich ausgiebig im Central Park, sah mir die Grand Central Station an (Bahnsteige gibt es hier wirklich ohne Ende...) besuchte Wall Street, Broadway und Times Square und sah mir natürlich auch ein Spiel der New York Yankees an. Trotz dieser vielen Besichtigungen war ich immer entspannt und genoß es in dieser Stadt zu sein. Der Aufenthalt am Times Square machte mir zeitweise etwas zu schaffen da ein permanenter Verkehrsstau vorhanden war und man kaum eine Sekunde irgendwo stehen bleiben konnte ohne Angst haben zu müssen, das einem jemand auf die Straße schubst. Also war ich nicht wirklich lange am Times Square.

Der Besuch der Wall Street hatte leider den bitteren Beigeschmack das ein Besuch der NYSE, also ein Eintritt in das Börsengebäude nicht mehr möglich war. Seit den Vorfällen von 9/11 war der Zutritt extrem eingeschränkt worden und so mußte ich mich leider mit der weltweit bekannten Außenansicht beschränken. Die Wall Street (also die Straße selbst) ist eigentlich eine kleine überschaubare Gasse und rundherum haben Versicherungen, große Banken Ihre Sitze. Dadurch das die Gasse auch so eng ist, war auch eine gewisse (nicht angenehme) Stimmung da. Solange ich dort war (und ich war sicherlich eine gute Stunde in der Wall Street) war die Strasse ziemlich finster und somit machte sich ein eigenartiges, negatives Gefühl breit. Ich verbrachte auch einige Zeit in der Federal Hall. Der Ort an dem die Bill of Rights verabschiedet wurden und von wo man einen herrlichen Blick auf die NYSE hat.

Am 12. August konnte ich mir endlich live ein Spiel der weltberühmten Baseballmannschaft der New York Yankees ansehen. Das Ticket (inkl. passender NY-Kappe) hatte ich mir bereits am zweiten Tag in einem Yankees Fanshop nahe des Central Parks besorgt. Die Hinfahrt mit der U-Bahn dauerte doch etwas länger und nach einigem Gedränge war ich am Yankees Stadium angekommen. Ein wirklich beeindruckendes Stadion, wo man über Rampen an seinen Platz hochging. Der Blick auf das Spielfeld war absolut herrlich und als es dann losging, war ich total gespannt. Um es kurz und bündig zu machen: das Spiel war schei... Die Yankees verloren sang- und klanglos. Trotzdem war das rundherum wirklich interessant zu beobachten. Extrem viel Werbung, ständig wanderten Eis-, Popcorn- und Getränkeverkäufer herum. Es war Freitag Abend und die Tribünen waren zum bersten voll. Ich denke nicht das es ausverkauft war, aber war extrem gut besucht.

Nachdem das Spiel so enttäuschend war, bin ich dann kurz vor Spielende gegangen und vergaß dabei leider meinen Reiseführer und andere kleinere Utensilien. Also ich dies bei der U-Bahn bemerkte überlegte ich kurz, ob ich nochmals zurückgehen sollte. Ich entschied mich aber dagegen, da erstens das Gedränge wieder riesengroß war und zweitens ja nicht wirklich wichtiges dabei war. Am nächsten Tag stand eines meiner absoluten Highlights der New York Reise am Programm: Miss Liberty bzw. die Freiheitsstatue und Ellis Island, die Einwandererinsel.

New York - Teil 2

Eigentlich hatte ich ja vorgehabt bereits am zweiten Tag zur Freiheitsstatue zu fahren. Aber als ich am späten Vormittag am Hafen ein Ticket lösen wollte, gab es eine ungefähr 10 km lange Schlange (OK, ist jetzt vielleicht etwas übertrieben) an der ich mich hätte anstellen müssen. Also hatte ich dieses Vorhaben vertagt und bin dann am 13. August zeitig in der Früh an den New Yorker Hafen gefahren um mir das Überfahrts-  und Zutrittsticket für Liberty und Ellis Island zu kaufen. Die Menschenschlange war sehr kurz (etwa 100 bis 200 m) und somit ging es gemütlich erstmals zur Freiheitsstatue. Es war wirklich eine traumhafte Stimmung auf Liberty Island und auch das Wetter spielte wieder prächtig mit. Der Ausblick auf Manhattan war einfach fabelhaft und nach einem ausgiebigen Besuch der Statue ging es anschließend weiter nach Ellis Island, der ehemaligen Einwandererinsel.

Diese Insel war bis in die 1950iger Jahre eine bedeutende Sammelstelle zur Abfertigung der Einwanderer in die USA und New York. Heute ist es Museum mit außerordentlich interessanten Geschichten über die Einwanderer und deren Schicksale. Auf der Insel inkl. Museum und Verpflegung war ich einige Stunden. Das Wetter war den ganzen Tag wunderschön und so verging ein weiterer toller Tag. Rückblickend betrachtet war dies sicherlich einer der schönsten Tage in New York.

Die nächsten Tage waren danach nicht mehr so sonnenklar und wunderschön. Die Wolken nahmen zu und es fing auch an zu regnen. Also verlegte ich nun mein Programm eher in Gebäuden und besuchte unter anderem das American Museum of Natural History und das Empire State Building (ESB). Beides tolle Einrichtungen und wirklich zu empfehlen. Danach war ich auch noch im (angeblich) größten Kaufhaus der Welt MACY und am nächsten Tag war der Aufenthalt in der Stadt, die niemals schläft schon wieder zu Ende. Mein Vorhaben ein Broadwaymusical zu besuchen scheiterte an der Zeit und an den unglaublichen Preisen, da für die Musicals, die mich interessierten keine Karte unter US$ 200 zu bekommen war.

Eine interessante Rückreise

Am letzten Tag ging es wieder mit dem Taxi zum JFK-Airport. Ich nahm mir vor etwas früher, also ca. 3 Stunden vor Abflug wegzufahren, denn ich war mir ja nicht sicher wieviel Stau bzw. wieviel Zeit es in Anspruch nehmen würde, von Manhattan zum Flughafen zu gelangen. Nun es dauerte bei weitem kürzer als ich angenommen hatte, denn mein Taxifahrer schien ein ehemaliger Nascar-Rennfahrer zu sein. Bei der Anreise hatten wir schätzungsweise doppelt so lange gebraucht als bei der diesmaligen Anfahrt zum Flughafen. Also hatte ich ausreichend Zeit mein Gepäck einzuchecken und es mir in der Lounge gemütlich zu machen, bis mein Flug Richtung Heimat abhob.

Der Rückflug ging direkt nach Wien mit der Austrian und als ich es mir an meinem Platz bequem gemacht hatte, kamen ca. 10 orthodoxe Juden herein, von denen sich die Hälfte in der Business Class verteilte. Mein Sitznachbar war ebenfalls einer von Ihnen, aber ich unterhielt mich mit ihm ganz entspannt und alles schien OK zu sein. Aber als es mitten in der Nacht war, fingen diese Jungs an ihre religiösen Rituale zu praktizieren, was nicht immer ganz einfach war. Ein Tuch über den Kopf, heftiges auf und ab des Kopfes und dabei irgendwelche Texte rezitiert. Durchaus interessant zu beobachten, aber nach einiger Zeit auch langweilig. Doch auch das ging wieder vorbei und dank einer hübschen blonden Stewardess ging auch die Zeit etwas schneller dahin. Schließlich ging der Flug nach einem guten und ausgiebigem Frühstück zu Ende und damit auch mein Ausflug nach New York City.

Eine schöne und interessante Reise

Alles in allem gesehen war es wirklich eine tolle Reise. Vielleicht hatte ich mir insgeheim mehr von dieser Stadt erwartet, von der immer geschwärmt wird, das sie niemals schläft. Trotzdem haben die vielen Sehenswürdigkeiten, die ich mir angesehen habe, meine Erwartungen wirklich voll erfüllt, vielleicht sogar teilweise übertroffen. Insgesamt gesehen ist New York aber eine teure Stadt und man muss schon mit höheren Kosten als bei "normalen" Städtereisen rechen wie bspw. Rom. Nichtsdestotrotz bin ich froh diese Reise gemacht zu haben und vielleicht wiederhole ich das ja irgendwann einmal wieder.